Tag 7: An jedem verdammten Sonntag… 19.4.2015

An meinem nächtlichen Schlafverhalten hat sich nichts geändert, die Hirngespinnste die meine Mitbewohner tagsüber haben, hab ich im Traum. Ich fühle mich Morgens von Tag zu Tag kaputter, bleibt abzuwarten ob es an dem Medikament liegt oder am Alltag hier.

Hab heut sogar das Frühstück ausfallen lassen weil ich mich nicht aus dem Bett hab raffen können, daran hat sich bis zum Mittagessen auch nicht großartig was geändert nur das ich die horizontale Position meines Körpers vom Bett aufs Sofa verlagert hab. Kopfhörer auf, Musik an, Hirn aus. Tut der Seele auch mal gut.
Zum kurz vor dem Mittagessen wurde ich wieder aus meiner meditativen Phase gerissen als die Königin wieder einen Ihrer schizophrenen Anfälle hatte und lauthals das Pflegepersonal beschimpfte. Als sie erfolglos von dannen marschierte, murmelte sie etwas, was ich kaum glauben konnte und nie gedacht hätte: „Ich glaub ich bin irre!“ (Ironie aus)
Das Dinner des Tages bestand heute aus einer Roulade mit Spätzla und Jägersauce dazu ein Dessert in der Optik eines YES Törtchens.Passt.
Schnell die gefühlte tausendste Runde UNO gespielt und dann nichts wie raus hier. Mein offizielles Ziel: Eine Runde laufen. Inoffiziell ab zum Auto und mit einer Musiklautstärke am Rande des Tinitus nach Riedlingen um sich irgendwo gemütlich in einen Biergarten zu setzten und das schöne Wetter zu genießen.
Hauptsache raus aus Zwiefalten.
Nach zwei Radlern und einem leichten Sonnenbrand ging es für mich wieder zurück nach Irrenhausen, wo ich den restlichen Tag mit UNO und Musik hören vollends tot schlug.
Nach und nach Treffen auch wieder meine restlichen Leidensgenossen auf der Station ein, was die Langeweile etwas minderte und die UNO Runde vergrößerte.
Es war ein komischer Tag heute, hab viel Zeit zum nachdenken gehabt. Man stellt sich oft die Frage nach dem Sinn und des Nutzens der momentanen Situation. Es ist sehr schwer zu sagen ob es mir jetzt was bringt oder ob es mir schon besser geht, aber zumindest fühle ich mich irgendwie besser als noch vor einer Woche. Ob das jetzt an den Umständen hier in der Klinik liegt oder an meiner Psyche muss ich erst noch genauer sondieren.
Für mich ist gerade der berühmte Weg das Ziel.
Der Tag es nun auch schon wieder fast rum, die Königin ist ruhig gestellt worden, die anderen sind nach ihrem Heimaturlaub wieder ziemlich weit unten mit ihrer Motivation und ich schreibe an meinem täglichen Blogeintrag.
Ab morgen wird es wieder interessanter.
Versprochen.

 

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